Sind Antitranspirante gefährlich?

2013-09-01 12:01
von Dietmar Stattkus
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In regelmäßigen Abständen werden in den Medien Diskussionen angestoßen, ob aluminiumhaltige Kosmetikprodukte brustkrebsfördernd sind. Zu diesen Produkten mit Leichtmetallbestand zählen auch die Deos und Antitranspirante, die mittlerweile in einer Vielzahl auf dem Markt erhältlich sind und schweißfreie Phasen unter den Achseln versprechen. 
Aluminium steht hier aber im Verruf - und dies gilt nicht nur für Kosmetika sondern auch für Medikamente oder sogar Lebensmittel – bei zu hohen Dosierungen eine toxikologische Wirkung zu entfalten. Schätzungsweise 2/3 aller Antitranspirante beinhalten mittlerweile Aluminium, meist in Form von Chlorverbindungen, das sogenannte Aluminiumchlor(o)hydrat (meist zwischen 3 und 7 % im Durchschnitt).

In Bezug auf Effektivität und Wirkung bringen eigentlich nur solche Antitranspirante gewünschte Erfolge, deren aluminiumhaltiger Bestand die Schweißdrüsen verstopft. Durch diesen Prozess der sogenannten Eiweißfällung tritt Schweiß an den Poren nur noch geringfügig an die Hautoberfläche. 
Es erfolgt insofern eine Reaktion mit der Haut und genau hierin sehen Bedenkenträger die Gefahr zur Förderung von Brustkrebs.


Demgegenüber stehen Forschungen, die aufzeigen, dass sowohl an menschlicher Haut durchgeführte Versuche als auch Studien am Menschen selbst aufzeigen, dass Aluminium kaum die gesunde Hautoberfläche durchdringt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (kurz BfR) geht davon aus, dass zwar bei jeder Anwendung viele Milligramm Aluminium auf die Haut kommen, davon aber nur ein kleiner Anteil – wahrscheinlich im Mikrogrammbereich – in den Blutkreislauf gelangt.

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